Trockenrasen entwickeln - Pommernschafe erhalten

Das Rauwollige Pommersche Landschaf hat sich bei der Bewirtschaftung von Trocken- und Magerstandorten bewährt. Durch den Tritt und das Fressverhalten der Tiere entwickeln sich einzigartige Wiesen, die vielen Tier- und Pflanzenarten einen optimalen Lebensraum bieten.

Archäologische Funde weisen das Rauwollige Pommersche Landschaf schon seit über 3000 Jahren als ein bestimmendes Element der Kulturlandschaft in Vorpommern und der Uckermark nach. Trotz ihrer hervorragenden Eignung wurde die Rasse nach dem zweiten Weltkrieg an den Rand des Aussterbens gedrängt, 1982 waren nur noch 53 Tiere vorhanden.

Heute gibt es wieder mehr als 1.500 eingetragene Mutterschafe. Der Landschaftspflegeverband Region Odermündung leistet mit seiner Herde einen Beitrag zur Wiederverbreitung des Pommernschafes und unterstützt gleichzeitig durch Trockenrasenbewirtschaftung den Erhalt von charakteristischen Landschaftselementen der Odermündungsregion. Zuchttiere werden an interessierte Schafhalter abgegeben, so wird beispielsweise auch die Wiedereinführung der Rasse nach Polen unterstützt.